Dawdling away

Big in Denver

Sie hatte ihm das Sofa als Schlafplatz zugeteilt. Er war etwas skeptisch, ob es bequem und lang genug sein würde und ob er auch nur eine Minute mit jemand anderem im Raum schlafen könnte. Im Moment saß er aber noch vor dem niedrigen Tisch und arbeitete, seine innere Uhr tickte noch nach japanischer Zeit und dort war es im Moment zehn Uhr abends.

Sie war auch noch wach und lief scheinbar planlos durch die kleine Wohnung. Räumte hier drei Decken aus dem Schrank, holte sich aus der Küche Joghurt und Instant-Nudelsuppe (um drei Uhr nachts? um Gottes Willen...), schrieb dort noch zwei Emails und Überweisungen. Sie hatte gefragt, ob ihn Musik stören würde - er war Gast hier, natürlich nicht - und summte ab und zu mit, es liefen Chopins Nocturnes.

Etwa zwei Stunden später ging sie schlafen (morgen war Samstag, sie würde ausschlafen, hatte sie gesagt) und nach einer weiteren Stunde fuhr auch er seinen Rechner herunter und brachte die Kaffeetasse zur Spüle. Kaum hatte er die Augen geschlossen, vergaß er, dass er nicht zuhause war, und schlief sofort ein.

18.3.09 13:28
 


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