Dawdling away

Verletzung

Er hatte ihn zum ersten Mal geschlagen. Mit der flachen Hand, mitten ins Gesicht, die Brille klappernd zu Boden gefegt. Er spürte, wie seine Lippe aufriss, anfing zu brennen und Sekunden später ein, zwei warme Tropfen sein Kinn hinunterliefen.

Doch das war ihm egal. Er hob wortlos seine Bille auf, wischte das Blut weg. Die eigentliche Wunde war innen, unsichtbar. Sie war nicht groß, nicht tief, schmerzte nicht – noch nicht -, aber sie war tückisch. Noch zeigte sie sich kaum, war nur ein feiner Riss in seiner Maske. Doch sie würde wachsen, seine Maske zerbersten und er würde fallen.

9.11.08 19:36


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Suche

Sein Leben lang – oder, um genauer zu sein – in den letzten fünf Jahren, seit er wieder aus seinem Puzzle befreit war, hatte er sich auf der Suche befunden. Er wollte wissen, wer er war, woher er kam, was seine Aufgabe war – kurz, den Sinn seiner Existenz. Die ganzen letzten fünf Jahre hatten er und Yuugi und – natürlich – ihre Freunde sich – frei gesagt – den Arsch dafür aufgerissen, die Antworten dazu zu finden.

Sie hatten sich duelliert, mit Kaiba herumgeschlagen, noch mehr duelliert, sich ein paar Mal in Lebensgefahr begeben, duelliert, waren um die ganze Welt geflogen, hatten duelliert, Zeitreisen in die ägyptische Vergangenheit gemacht, duelliert, psychisch gestörte Verrückte mit Milleniumsgegenständen besiegt und – ach ja, duelliert.

Es hatte ihm seinen Namen gebracht und das Wissen, dass er früher mal ein ultracooler mächtiger badass-Pharaoh gewesen war. Seine Aufgabe hatte er nicht gefunden.

Nun saß er in seiner unbemerkten Geistform neben seinen Freunden irgendwo auf einer Wiese und sah zu, wie Joey einen Hotdog-Fresswettbewerb mit Honda veranstaltete. Er dachte über nichts Besonderes nach und lehnte sich mit geschlossenen Augen an den Baum hinter ihm. Otogi riss irgendeinen dämlichen Witz über Fressnäpfe und Ketchup, den er nicht verstand, aber als er in das ansteckende Lachen der Gruppe mit einfiel, wurde ihm plötzlich bewusst, dass er vielleicht überhaupt keine Aufgabe hatte. Keine brauchte. Dass das hier der Ort war, an dem er sein sollte, und dass seine Suche schon längst zuende war.

9.11.08 19:31


Sieg

He had lost. But the word held no bitterness to it - he smiled. He had lost and he could hear his teammates cry out in frustration and disbelief. But he smiled. Finally he had been set free.

Freed of his own arrogance, his fear of not being the best, his inability of letting go something he was good at but didn't love doing. He was free to start over from the beginning.

And so his loss - to him - was a victory all over.

8.8.08 21:57


Gleichstand

It was a neverending battle, every day, every hour, every conversation, every task, every step, every touch was transformed into a fight, which was carried out until there was a definite winner. None of them ever backed off, and none of them ever carried out fatal blows. That was the unspoken law between the two of them.

"What was the goal? What was the prize for the winner? When would the war be declared over?", you might ask.

But the answer is even unknown to the competitors as maybe the real purpose in fighting wasn't to win. But just to fight. So whenever one had a lucky streak or the other a bad day or the carefully set up balance was threatened - they would pause, step back and let the other catch up.

8.8.08 21:45


Breakdown

I break and yell.

"Just shut the fuck up!"

I stand in the room, frozen, hands balled into fists, eyes clenched shut and I'm about to cry. I try to breathe evenly, to block out my thoughts, to not. break. down. but it doesn't work and I can already feel the tears building up and know I can't stop them and I don't want to cry, an Ootori does. not. cry, but I'm losing control and -

- suddenly there's arms around me, pulling me against a warm body. I can hear Tamaki's voice next to my ear, "Kyouya", just saying my name over and over, in that soft, vibrant tone of his.

"Kyouya. Don't worry. We're here. I'm here. It will work out, it'll be okay, don't worry, Kyouya. Everything's alright, it'll work out somehow. Kyouya."

The world starts to fade, all sounds are getting tuned down and muffled. The tension in my body loosenes up and I feel Tamaki just holding tighter.

"Kyouya. I'm here, Kyouya, don't worry. I'll help you with anything, we'll make it somehow, just don't worry anymore. I'm here, Kyouya - "

I don't quite get what he's saying anymore, his voice isn't loud enough, but it doesn't really matter. His breath is warm against the side of my face and I feel tired and worn out. I let my head fall onto his shoulder and move my arms a bit to bury my hands in his shirt. My consciousness drifts further and further away and the last things I remember is the soft touch of lips against my neck in a whisper of my name.

8.8.08 21:36


Niederlage

"Vergiß es einfach. Du kannst es nächstes Jahr nochmal versuchen. Gib einfach nicht auf", sagte ihre Freundin.

Aber Fäolin wusste, dass sie sich hiervon nicht mehr erholen würde. Es ging nicht nur um eine verpatzte Aufnahmeprüfung, es ging um Hoffnungen, die sie enttäuscht hatte. Unwiderruflich. Um gebrochene Versprechen, um letzte Chancen, um die tausend Lügen, die sie unwissentlich gesprochen hatte, als sie sagte: "Es wird alles gut."

Natürlich konnte sie es wieder versuchen, mit mehr Zeit mehr tun, natürlich konnte sie wieder aufstehen und natürlich würde ihr verletzter Stolz und ihre gebrochene Motivation mit der Zeit heilen; aber Zeit war das Einzige, was sie nicht hatte.

8.8.08 21:33


Nördliche Feuchtgebiete

(Ein selten dämlicher Titel für einen Artikel, aber mah- )
Wieder einmal Reiseteil SZ.

 

"Selbst die nahe gelegenen Dimmuborgir, ein Labyrinth aus gekröseartigen Gesteinskulpturen, das so düster wirkt, wie es der Name verheißt, wäre ohne Unterstützung des Wassers nicht möglich gewesen. ... Vor wenigen tausend Jahren () gab es hier einmal Wasser, gesammelt in einer Niederung oder einem Sumpf. Als das eingekesselte Feuchtgebiet von einem Lavasee überschwemmt wurde, verdampfte es. Dort, wo der Dampf in Schloten durch die Lava nach oben trieb, erstarrte sie schneller. Es entstanden Säulen und Rinnen, Löcher und Knubbel; und wer nicht an diese Entstehungstheorie und die Kraft des Wassers glauben mag, für den ist Dimmuborgir, die Dämmerburg, ein Heer aus versteinerten Trollen."

 

Dazu noch ein schickes Bildchen (allerdings von einem gänzlich anderen Wasserfall, ohne jeglichen Zusammenhang):


 

 

25.7.08 21:22


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